Historischer Hintergrund

( Sophie Charlotte Königin Sophie Charlotte
in Preußen (1668-1705) )
Die preußische Königin Sophie Charlotte unterhielt in Schloss Lietzenburg, dem heutigen Charlottenburg in Berlin, ihren "Musenhof", einen Kreis von Künstlern und adligen Kunstliebhabern. Die Oper CEFALO E PROCRIDE wurde von dem Komponisten Giovanni Bononcini eigens für diesen Hof geschrieben. An der Aufführung im Sommer 1702 waren sowohl Hofmusiker als auch die adlige Verwandtschaft der Königin beteiligt. Sophie Charlotte, die in ihrer Jugend eine gründliche Musikausbildung erhalten hatte, saß selbst am Cembalo.

( Giovanni Bononcini Giovanni Bononcini
(1670-1747) )
Giovanni Bononcini hatte bereits in Bologna, Rom und Wien als Komponist Erfolge gefeiert, als er im Frühjahr 1702 mit dem Hof von Sophie Charlotte in Kontakt trat. Der Kapellmeister Attilio Ariosti hatte ihn für die musikalischen Sommervergnügungen der Königin engagiert.

Bononcini hielt es jedoch nicht für längere Zeit in Berlin. Engagements führten ihn an die bedeutendsten Höfe und Metropolen Europas, neben Wien auch Paris, Madrid und Lissabon. In London lieferte er sich einen heftigen Konkurrenzkampf mit Georg Friedrich Händel, in dem er schließlich infolge eines Plagiatsskandals unterlag. Er kehrte nach Wien zurück, konnte jedoch nie wieder an seine früheren Erfolge anknüpfen. Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit, obwohl er zu seiner Zeit zu den bekanntesten Komponisten Europas gezählt hatte. >>>

f